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Grußwort für den Ökumenischen Ratinger Kirchentag 2001
Wenn man eine Stadt heute so erlebt, dann erlebt man Jesus Christus live. Aber: Gelingt das heute? Die Kirche Jesu Christi 2000 Jahre nach seinem Leben in dieser Welt als „Salz der Stadt“ – ist es Beschreibung der Gegenwart, Herausforderung, Minimalkonsens oder frommer, utopischer Wunsch? Kirche 2001 ist heute oft nicht mehr „Licht der Welt“, der Leuchtturm, der Orientierung gibt. Man spricht von dem „nachchristlichen“ Jahrhundert, das begonnen hätte. Dieses Jahrhundert bietet meines Erachtens die große Chance, wieder auf neue Weise mit Jesus anzufangen. Zu den Menschen zu gehen, so wie er es wollte, und wie sie es heute von Kirche vielleicht nicht mehr erwarten. „Ihr seid das Salz der Erde“ – diese Eigenschaft hat Jesus von Nazareth seiner Kirche als immergültiges Ziel der Nachfolge vorgegeben. Die Salzkraft des Evangeliums neu zu entdecken und zu manifestieren – das ist eine Aufgabe, die nur alle Kirchen zusammen bewältigen können. Eine jede nach ihrer Gabe, Kraft und Platzbestimmung. Als Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden wünsche ich den christlichen Kirchen Ratingens fröhliche Festtage, gute Gemeinschaft und eine motivierte Zielausrichtung. Der HERR kommt wieder, also lasst uns Sein Reich miteinander bauen. Dipl.-Ing. Ulrich Wagner (wohnhaft in Ratingen von 1964-1976) |