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Ratingen.
Am Mittwoch, 5. September, 12 Uhr beginnt der erste ökumenische Kirchentag in
der evangelichen Stadtkirche mit Musik. Und gleich die erste Veranstaltungen atmet den Geist der Ökumene, der fünf Tage lang das
kirchliche Leben in unserer Stadt bestimmen wird. Es spielt nämlich der Kantor von St. Peter und Paul, Ansgar Wallen-
horst, und die Lesung hält Pastor Norbert Kursch von der evangelisch-freikirchlichen
Gemeinde Ratingen. Evangelische, katholische und freikirchliche Christen steuern mit dem
Kirchentag den letzten Höhepunkt zum 725-jährigen Stadtjubiläum bei. Seinen Abschluss findet der Kirchentag wieder mit
Musik: Am Sonntag, 9. September, 20 Uhr gibt Hochschullehrer Torsten Laux ein Orgelkonzert in St. Peter und Paul.
Dazwischen reiht sich Veranstaltung an Veranstaltung in allen Ratinger Gemeinden.
"Das Salz der
Stadt" lautet das Motto des Kirchentages, entlehnt dem Jesus-Wort "Ihr seid das Salz der Erde". So
wie Jesus sich mit seiner Äußerung nicht an die Mächtigen seiner Zeit, sondern an
arme Fischer wandte, so ist auch las Motto des Kirchentages gemeint, das aus gegebenem
Anlass (dem Stadtjubiläum) die Erde in die Stadt ummünzt. "Das Salz der Stadt",
das sind folglich alle einfachen, normalen Bürger, die in ihrem Lebensumfeld die
Liebe Gottes zur Entfaltung bringen", wie die Organisatoren des Kirchentages schreiben.
28 Seiten umfasst die Broschüre zum ersten ökumenischen Ratinger Kirchentag
- das allein ist schon ein Indiz für den Angebotsreichtum. Alle Veranstaltungen kann
niemand mitmachen, ohne sich zu teilen. Wer sich aber einen gründlichen Überblick über
das Programm des fünftägigen Kirchentages verschaffen will, sollte sich die Broschüre
besorgen. Sie liegt in den Pfarr- und Gemeindehäusern in Ratingen aus.
Der Anlass für den Ratinger Kirchentag ist historisch (der 25. Jahrestag der Stadterhebung
Ratingens), die Art der Veranstaltung zukunftsweisend. 2003 wird es in Berlin einen bundesweiten
ökumenischen Kirchentag geben, Ratingen ist also Vorreiter - vielleicht auch nicht von ungefähr. Denn wie Pfarrer Dr.
Gert Ulrich Brinkmann (evangelische Gemeinde Ratingen), Pastoralreferentin Anne
Billion (Pfarrgemeinde St. Peter und Paul) und Pastor Norbert Kursch
(evangelisch-freikirchliche Gemeinde Ratingen) bei der Präsentation des
Kirchentagsprogramms betonten: Die Ökumene wird in unserer Stadt schon lange großgeschrieben. Viele
Beispiele gebe es im gesamten Stadtge-
en biet für ein gutes Miteinander der Konfessionen.
Das wird an den Tagen vom 5. bis 9. September noch einmal nachdrücklich unter Beweis gestellt. Hier ein
Überblick über die Veranstaltungen des Kirchentages: Das Orgelkonzert in der Stadtkirche am Mittwoch, 12 Uhr, dient zur Einstimmung auf den Kirchentag. Der offizielle Eröffnungsgottesdienst findet allerdings um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul statt. Liturgie und Predigt werden von Pastoralreferentin Anne Billion und Pfarrer Martin Letschert gehalten. Sie werden eine Predigt über das Kirchentagsplakat halten. Auch Ratingens Kirchenmusik präsentiert
sich hier in ihrer ganzen Ökumenischen Vielfalt. Die Kantorei
Lintorf-Angermund, die Jugendkantorei Hösel sowie die Kirchenchöre von St. Peter und Paul und St. Suitbertus wirken am Gottesdienst mit.
Danach gibt es einen Abend der Begegnung auf dem Marktplatz. Hier bieten die Gospelchöre aus Hösel
und West, die Kantorei der Stadtkirche, die Theatergruppe Rolf Berg und eine Kabarettgruppe aus West gehobene Unterhaltung.
Der Donnerstag ist der Kinderkirchentag. Um 10 Uhr gibt der Liedermacher Detlev Jöcker im Stadttheater ein Gastspiel. "Spiel und Spaß mit
der Si-Sa-Singemaus" heißt der Titel seines Auftritts zu dem unter Telefon
99 38 47 noch Karten bestellt werden können. Und am Nachmittag um 15.30 Uhr startet auf dem Kirchplatz von St. Peter und Paul ein Kinderbibeltag. Die Veranstalter versprechen Musik zum
Mitsingen, Basteln, viel Farbe und ein Märchen.
Am Donnerstagabend wird der Kirchentag dezentral, wenn es heißt: "Abend der :Ökurnene vor Ort". In allen
Stadtteilen treffen sich Christen verschiedener Konfession, mal in katholischen, mal in
evangelischen Stätten. Die einzelnen Gemeinden haben jeweils ein kleines Programm
zusammengestellt. Im Mittelpunkt soll aber die Begegnung stehen.
Auf die weiteren Veranstaltungen werden wir in der nächsten Woche hinweisen.