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Ratingen.
"Ihr seid das Salz der Erde" lautet ein Jesus‑Wort, womit
gesagt wird, dass Christen eine besondere Verantwortung für die
Gesellschaft haben. "Das Salz der Stadt" heißt daher das Motto
des ersten Ökumenischen Kirchentages in Ratingen, denn auch hier soll
demonstriert werden, wie Christen Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen.
Der Kirchentag ist eine Veranstaltung zum Stadtjubiläum. Genauer gesagt
sind es mehrere Kirchentage, denn die Veranstaltung läuft vom 5. bis 9.
September. Ist zwar noch ein Weilchen hin, aber die Vorbereitungen laufen
jetzt schon auf Hochtouren wie bei einem Pressegespräch zu erfahren war. Die Idee zum ökumenischen Kirchentag wurde auf einem Neujahrsempfang 1999 geboren. 2003 soll nämlich ein bundesweiter ökumenischer Kirchentag in Berlin stattfinden. In Ratingen wollte man diese Idee aufgreifen. Zudem wurden ja auch die Kirchengemeinden nach einem Beitrag zum Stadtjubiläum 2001 gebeten. So wurde entschieden, den Kirchentag in Ratingen schon in diesem Jahr zu veranstalten. Beteiligt sind die evangelische und katholische Kirche sowie die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Ratingen.
Es geht nämlich um Ökumene. Und die wird in Ratingen durchaus
schon jetzt gut gepflegt. Besonders enge Beziehungen pflegen die
evangelische Innenstadtgemeinde und die katholische Pfarre St. Peter und
Paul. Schließlich musste die Pfarre
St. Peter und Paul zwei Jahre lang in die evangelische Stadtkirche
ausweichen, als das eigene Gotteshaus renoviert wurde. "Die Kontakte,
die sich damals ergeben haben, werden heute noch gepflegt. "So findet
die Palmweihe am Palmsonntag jetzt stets in der evangelischen Kirche statt",
erläuterte Anne Billion, Pastoralreferentin der Kirchengemeinde St. Peter
und Paul.
Es geht aber nicht nur um die ökumenischen Kontakte in der
Innenstadt. Beim Kirchentag sollen auch die Stadtteile eng einbezogen
werden. "Alle Gemeinden und alle Konfessionen sollen
zusammenkommen", sagte Norbert Kursch, Pfarrer der evangelisch-freikirchlichen
Gemeinde. So gibt es denn auch im Rahmen des Kirchentages am 6. September
einen "Abend der Ökumene vor Ort", an dem die Gemeindezentren
in den Stadtteilen zum Treffpunkt für alle werden sollen.
Doch
das geht schon ins Detail der Veranstaltungen, Pastor Dr. Gert-Ulrich
Brinkmann von der evangelischen Innenstadtgemeinde hingegen äußerte sich
beim Pressegespräch auch zum Hintergrund des Kirchentages. Er verwies
noch einmal auf das Motto und erklärte: "Wir wollen zeigen, was die
Kirchen für Ratingen tun. Es seien nicht Dogmen und Lehrsätze, die an
den betreffenden Tagen wichtig seien, sondern die Menschen. "Ihr
vielfältiger Einsatz für die Stadt soll im Mittelpunkt stehen."
Dementsprechend viele Menschen sind auch beteiligt. Die Zahl der
ehrenamtlichen Kräfte, die im Hintergrund an der Vorbereitungen beteiligt
sind oder sich aktiv an den Veranstaltungen beteiligen, schätzt Dr.
Brinkmann auf bis zu 1000. Es gab beim Pressegespräch aber auch Details über einige einzelne Veranstaltungen zu erfahren. Pastor Frank Schulte von der evangelischen Innenstadtgemeinde wies auf zwei besondere Highlights hin: Die Kirchenmeile und die Bibelarbeit mit Bärbel Höhn Die Kirchenmeile am 8. September kann als zentrale Veranstaltung des Kirchentages gelten. „An über 40 Ständen stellen sich Gruppen, Initiativen und kirchliche Einrichtungen in der City vor“, kündigte Pastor Schulte an. "Gerade hier kann man sehen, wie viel die Kirche für die Stadt tut."
Alles weitere zum Programm des Kirchentages folgt zu gegebener Zeit im Wochenblatt.
mp
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