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Rheinische Post vom 27.06.2001, Lokalteil Ratingen:

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Von ANDREA KIRCHNER RATINGEN. Was tut die Kirche in und für Ratingen? Diese Frage wollen die Kirchengemeinden beim 1. Ökumenischen Kirchentag vom 5. bis 9. September beantworten. Katholische, evangelische und freikirchliche Gemeinden werden dann auf verschiedenen Veranstaltungen die Vielfalt der Kirche zeigen. "Wir pflegen die Ökumene schon sehr lange", so Dr. Gert Ulrich Brinkmann, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde und Mitglied im Organisationsteam des Kirchentages. Die Idee sei bereits 1999 entstanden, als die Vorplanungen für den bundesweiten ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 anliefen. "Den jetzigen Zeitpunkt haben wir gewählt, weil es ein schöner Beitrag der Gemeinden zum Stadtjubiläum ist sagt Brinkmann. So soll der Kirchentag auch nicht nur auf die Stadtmitte begrenzt sein. Auch die Gemeinden in den Stadtteilen sind an Planung, Finanzierung und Durchführung beteiligt. "Das Salz der Stadt" lautet das Motto. Es ist entlehnt an das Wort Jesu: "Ihr seid das Salz der Erde." Brinkmann: "Wir wollen zeigen, welche Rolle die Kirche in der Gesellschaft spielt und wie bunt das Angebot ist." Vor allem aber wollen die Gemeinden die angestammten Gottes- und Gemeindehäuser verlassen, um Kirche in der Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Es wird einen Gottesdienst auf dem Marktplatz, Podiumsdiskussionen auf dem Vorplatz der evangelischen Stadtkirche und verschiedene Veranstaltungen im Stadttheater geben. In den einzelnen Stadtteilen wird es Begegnungsnachmittage geben, um das Miteinander weiter zu fördern. NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn kommt nach Ratingen. "Wir wollen die Botschaft unter die Leute bringen und hoffen, dass wir dadurch die Hemmschwelle abbauen können, die sich oft mit Kirchen und Gemeindehäusern verbindet", sagt Brinkmann. "Wir wollen auch diejenigen erreichen, die mit Kirche nur noch wenig oder gar nichts mehr zu tun haben." Zu den Höhepunkten wird sicher die Kirchenmeile am Samstag, 8. September gehören. "Über 40 Gemeinden, Initiativen und Einrichtungen von der Diakonie über den SkF bis hin zu den Eine-Welt-Läden und den Fl ' Flüchtlingsinitiativen werden sich dort vorstellen", so Frank Schulte, Pastor der evangelischen Kirchengemeinde und Mitglied im Organisationsteam. Ein weiterer Höhepunkt ist sicher die Bibelarbeit über die Seligpreisungen der Bergpredigt, die NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn am Freitag, 8. September, im Stadttheater hält. "Wir haben bewusst eine Politikerin und keinen Theologen eingeladen, um die Bibeltexte auszulegen", so Schulte. "Wir wollen über den Tellerrand der Kirche hinaus blicken und eine neue Perspektive, einen neuen Blickwinkel auf die biblischen Texte bekommen." |