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Ratingen. Am gestrigen Mittwoch, 5. September, ist unter starker Beteiligung der Gläubigen der erste ökumenische Ratinger Kirchentag eröffnet worden. Evangelische, katholische und freikirchliche Christen zelebrieren unter dem Motto"Das Salz der Stadt" einen der letzten Höhepunkte zum 725-jährigen- Stadtjubiläum. Noch bis Sonntag finden zahlreiche Kirchentagsveranstaltungen statt - zentral wie auch allen Ratinger Gemeinden.
"Abend der Ökumene vor Ort" lautet das Motto des heutigen Donnerstagabends. In allen Stadtteilen ist in den
Gemeinderäumen,etwas los, mal in katholischen, mal in evangelischen. Im Haus am Turm zum Beispiel begegnen sich die verschiedenen Gruppierungen der benachbarten evangelischen und katholischen Innenstadtgemeinden zum Plausch und zum Playbacktheater. In Ratingen-Süd trifft man sich zunächst um 19.30 Uhr in St. Suitbertus und wandert dann gegen 21 Uhr weiter in Gemeindezentrum Talstraße, wo es LiveMusik gibt.
In der Versöhnungskirche in Ratingen-West , treffen sich nicht nur zwei Konfessionen, sondern auch zwei Stadtteile. Dort feiern Christen aus Ratingen-West und
Tiefenbroich ab 19.30 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema "Vom Kirchentraum zur Traumkirche"
und diskutieren danach über Gott und die Welt. In Ratingen-Ost treffen sich Mitglieder der katholischen Gemeinde Herz Jesu, des evangelischen Gemeindebezirks Friedenskirche und der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus an der Hegelstraße zur Agapefeier.
Treffpunkt der Höseler Katholiken und Protestanten ist das evangelische Gemeindehaus an der Bahnhofstraße 175. Ab 20 Uhr
wird "Ökumene vor Ort gelebt" - mit Themengruppen, Infostand, Gesprächen und leiblichen Genüssen. "Bilder schaffen Wort und Klang" lautet das Motto des Homberger Abends im Jacobushaus
an der Herrnhuter Straße 8.Hier stellt Andrea Weyergraf-Hahn Pastelle mit Homberger Motiven
aus.
Im renovierten Gemeindehaus Am Ehrkamper Bruch in Breitscheid trägt ab 20
Uhr Manfred Buer vom Lintorfer Heimatverein Mundartliches aus der Breitscheider Gegend vor.
Eine "zwanglose Begegnung" steht ab 19.30 Uhr im katholischen Pfarrzentrum St. Johannes, Am Löken 69 in
Lintorf, auf dem Programm. Und in der evangelischen Stadtmission, Am Alten Steinhaus 5, trägt ab 20 Uhr
Ahmad Turkamani aus Ägypten zum Thema "Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam" vor.
Nach dem gleichen Prinzip funktionieren die Begegnungen am Freitagnachmittag in den Stadtteilen, nur dass sie diesmal eigens für
Senioren veranstaltet werden. Denn, am Freitag stehen analog zum Kinderdonnerstag die Senioren im Vordergrund. Termine und Orte kann man der kostenlosen Broschüre entnehmen, die in allen
Ratinger Gemeinden ausliegt.
Eine zentrale Veranstaltung des Kirchentages ist die Bibelarbeit mit der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerin
Bärbel Höhn am Freitag, 19.30 Uhr im Stadttheater. Die
Ministerin wird die Seligpreisungen der Bergpredigt deuten - ein Experiment, mit dem die Organisatoren des Kirchentages wohl auch antesten wollen, wie sehr die Amtskirchen noch im Leben stehen. Die prominente Interpretin sichert dem Kirchentag die gewünschte Aufmerksamkeit, und die geäußerten Gedanken bringen vielleicht neue Aspekte in die landläufigen
Deutungen. "Solche Auslegungen betreichern die theologische Tradition", heißt es im Kirchentagsprogramm.
Für junge Kirchentagsbesucher dürfte am Freitagabend ab 20 Uhr die Manege in
Lintorf das bevorzugte Ziel sein. Dort steigt eine "Christian- Dance-Night mit Live-Musik
von "hayday" (Rock-Pop aus Wuppertal) und FiDGet" (Rock aus Düsseldorf).
Am Samstag werden die Lintorfer Straße, der Kirchenplatz von St. Peter und Paul und die Grütstraße von 10 bis 14 Uhr zur Kirchenmeile. Mehr als 50 Organisationen aus den Ratinger Gemeinden oder mit anderem kirchlichen Hintergrund stellen sich vor.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Die Zukunft der Kirchen" beginnt um 16 Uhr in der
evangelisch-freikirchlichen Gemeinde am Kaiserberg. Es diskutieren: 'Superintendent Günter Arnold, SkFVorsitzende Edith Bohnen, Religionslehrerin
Karin Feilen, die Leiterin des "Gottesdienst spezial" bei der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Düsseldorf, Ute Gerwich, Kreisdechant Werner Oermann, der ehemalige Landesjugendpfarrer Hartmut
Riemenschneider und Pfarrer. Ludwin Seiwert.
Der Samstagabend gehört der Musik. In St. Peter und Paul singen ab 20 Uhr die Kirchenchöre der Stadt unter der Leitung von Toralf Hildebrandt anspruchsvolle Chormusik aus fünf Jahrhunderten. Eine Gospelnacht mit der bekannten Gruppe "Voices of Joy" beginnt um 21.30 Uhr in der Kirche St. Suitbertus.
Am Sonntag klingt der Kirchentag aus. Mit einem großen Abschlussgottesdienst für Klein und Groß auf dem Marktplatz ab 15 Uhr endet dieses Fest der Ökumene offiziell. Inoffiziell kann man am Abend um 20
Uhr noch das Orgelkonzert in St. Peter und Paul genießen.
Bleibt noch auf die regelmäßig wiederkehrenden Kirchentagsaktionen hinzuweisen. Von Donnerstag bis. Sonntag gibt es täglich um 12 Uhr eine halbe Stunde "Orgelmusik und
Psalmlesungen in der evangelischen Stadtkirche an der Lintorfer Straße. Danach, etwa ab 12.30 Uhr, werden
"Stationswege zu sozialen Brenn- und Hilfepunkten unserer Stadt"
durchgeführt.
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