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RATINGEN. 2003 soll es auf Bundesebene den ersten ökumenischen Kirchentag geben. Er bedarf offenbar jahrelanger Vorbereitungen und im Vorfeld hat es um ihn schon manchen Streit gegeben. In Ratingen wurde ,das Vorhaben nicht so hoch gehängt und tat man sich weniger schwer: So startet heute der erste ökumenische Kirchentag der Stadt. "Was auf
Bundesebene laufen soll, haben wir in Ratingen im Kleinen. Ratingen ist der Vorreiter", freut
sich über die unbürokratische Umsetzung der Kirchentags-Idee die Leiterin des Öffentlichkeitsreferates der Evangelischen Kirche im Kreis, Diemut Meyer.
17 katholische, evangelische und freikirchliche Gemeinden laden ab heute ein, Sie treten bis zum Sonntag unter dem Motto "Das Salz der Stadt" mit rund 45 Veranstaltungen an die Öffentlichkeit. "Wir wollen
mit dem Kirchentag das Salz unter die Leute bringen, Impulse für die Ökumene setzen und zeigen, was die Kirchen für die Stadt tun", lasst Pfarrer Dr. Gert Ulrich Brinkmann vom Organisationsteam. zusammen.
Los geht es heute um 17 Uhr auf dem Kirchplatz von St. Peter und Paul. Mit Musik stimmen die Gruppe "Aufwind" und Chöre aus den Gemeinden die Kirchentagsbesucher ein. Den Eröffnungsgottesdienst ab 18 Uhr in Peter und Paul begleiten die Kantorei
Lintorf-Angermund, die Jugendkantorei Hösel sowie die Chöre von Peter und Paul und St. Suitbertus. Es predigen Pastoralreferentin Anne Billion (katholisch) und Pfarrer Martin
Letschert (evangelisch) über das Motto des Kirchentages. Ab 19 Uhr wird eingeladen zum "Abend der Begegnung" auf dem Kirchplatz von St. Peter und Paul.
Ein besonderes Ereignis des Kirchentages ist die Bibelarbeit mit Bärbel Höhn, die am Freitag um 19,30,Uhr im Stadttheater am Europaring beginnt. Die grüne NRW-Umweltministerin will die Bergpredigt auslegen. Eine theologische Vorbildung hat die Mathematikerin übrigens nicht, wohl aber einen persönlichen Referenten, der ein Theologiestudium absolviert hat. . .,
"Abend der Ökumene vor Ort": So sind am Donnerstag die verschiedenen Veranstaltungen
überschrieben die in den Gemeinden stattfinden.
Für junge Menschen gedacht ist die "Christian-Dance-Night" am Freitag. Um 20 Uhr geht es in der Manege
in Lintorf, Jahnstraße, los. Bis 2 Uhr wird hier abgetanzt und geklönt. Es spielen "hayday" aus Wuppertal und "FiDGet" aus Düsseldorf".
Der Wunsch, dass sich beim Kirchentag die Kirche in ihrer Vielfalt zeigen will, soll vor allem am Samstag bei der Kirchenmeile verwirklicht werden. Von 10 bis 14 Uhr stehen Mitarbeiter
von Gemeinden und kirchliche Vereinigungen an Ständen in der Innenstadt bereit, werden Speisen geboten und gibt es viele Mitmachtaktionen.
Ein Höhepunkt in der Veranstaltungsreihe soll auch die Podiumsdiskussion um "Die Zukunft der Kirchen" sein, die am Samstag um 16 Uhr im Haus der
Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde stattfindet. Hier bleiben allerdings Frauen und Männer der Kirche unter sich. Mit auf dem Podium sind die örtlichen Repräsentanten der beiden großen Kirchen, Superintendent Arnold und Kreisdechant Oermann. dm/p.h.