Die
Stadt ins Gebet nehmen
Stationenweg
zu sozialen Brenn- und Hilfepunkten
Wahrnehmen
und sich orientieren
6.
– 9. September, 12.30 Uhr
Treffpunkt:
Evangelische Stadtkirche, Lintorfer Str. 18
Erkundungen
mit Bettina Borsch, Pfarrer Martin Letschert und Pfarrer Gerhard Pulla
Ausgehend von der
Evangelischen Stadtkirche wollen wir täglich verschiedene für das Leben und
den Glauben wichtige Orte aufsuchen und dort Halt machen, dabei uns ihrer
Geschichte erinnern, die Gegenwart bedenken, beides mit auf den Weg nehmen und
so unsere Hoffnung füllen. Dabei gelangen wir zu Orten, die uns Quellen der
Kraft bedeuten können.
Donnerstag, 6. September, 12.30 h - Thema: Arbeit
„Arbeit“
Donnerstag,
6. September, 12.30 Uhr
Treffpunkt:
Evangelische Stadtkirche, Lintorfer Str. 18
Nahezu vier Millionen Menschen
sind offiziell arbeitslos gemeldet. Die kurze Phase sinkender Arbeitslosenzahlen
scheint zu Ende zu sein. Auch in einer reichen Stadt wie Ratingen ist die
Arbeitslosigkeit Thema. Geschlossene Geschäfte in der Innenstadt sowie das
Balcke-Dürr-Gelände führen uns dies täglich vor Augen. Unser Weg heute von
der Evangelischen Stadtkirche vorbei am ehemaligen Kaufhaus Aufterbeck soll uns
diese Situation in Erinnerung rufen und ein Zeichen setzen. Wir führen den Weg
danach fort zur ehemaligen lutherischen Kirche: Erinnerung an Quellen der Kraft
durch die Zeiten hindurch.
Freitag, 7. September, 12.30 h - Thema: Dunkle Geschichte
Wahrnehmen und sich orientieren: „Dunkle Geschichte“
Freitag,
7. September, 12.30 Uhr
Treffpunkt:
Evangelische Stadtkirche, Lintorfer Str. 18
Auch
Ratingen war während der Naziherrschaft Schauplatz von Verbrechen gegen die
Menschlichkeit. Auch hier wurden diese Verbrechen erst durch Aktivisten, Mitläufer
und Wegschauer möglich. Äußerungen wie „das ist jetzt schon so lange her“
oder „ich habe doch noch gar nicht gelebt“ helfen uns heute, Gedanken an
diese Zeit wegzuschieben.
Unser heutiger Weg führt uns
Orte vor Augen, die eng mit unserer Vergangenheit verknüpft sind: Von der
Evangelischen Stadtkirche führt er zum ehemaligen Gestapokeller (heutige
Anne-Frank-Schule) und von dort zur Skulptur zum Gedanken an nach Kriegsende
erschossener Zwangsarbeiter vor dem Seiteneingang der Kirche St.-Peter-und Paul.
Samstag, 8. September, 12.30 h: - Thema: Fremde
Wahrnehmen
und sich orientieren: „Fremde“
Samstag,
8. September, 12.30 Uhr
Treffpunkt:
Evangelische Stadtkirche, Lintorfer Str. 18
Wer
im Advent singt: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit....“ ist nach
seiner Bereitschaft gefragt, seine Stadttore denen zu öffnen, in deren Gestalt
der „Herr der Herrlichkeit“ heute auch einzieht: Fremden, Flüchtlingen,
Menschen, denen in ihrer Heimat Verfolgung und Existenzgefahr droht und die
darum in der Fremde Heimat gegen Zuflucht und Asyl tauschen müssen.
Dieser
millionenfachen Schicksale, konkret aber auch der Menschen, die in und vor den
Toren unserer Stadt als Fremde leben, zu gedenken, führt uns auf den Weg hin
zum Caritas-Haus in der Grütstraße. Dort werden Flüchtlinge begleitet und in
einem ökumenischen Arbeitskreis betreut. Ziel des Weges und Erinnerung an
Kraftquelle wird der Ort sein, auf dem ehemals das jüdische Gotteshaus in
unserer Stadt stand.